Neubauten auf Gut Johannettental und in Hiddesen
Neubauten auf Gut Johannettental und in Hiddesen
Lebenshilfe Detmold verbessert Arbeits- und Wohnmöglichkeiten – LWL bremst Hoffnungen auf weitere Projekte
Grünes Licht vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für eine neue Behindertenwerkstatt in Detmold und zugleich eine gelb-rote Karte aus Münster für den Bau von weiteren speziellen Wohnstätten für Menschen mit
Behinderung: Die Lebenshilfe Detmold erlebt derzeit ein Wechselbad der Gefühle im Zusammenhang mit ihrem Haupt-Kostenträger.
Große Freude löste bei der Lebenshilfe vor kurzem die Nachricht aus, dass auf dem Gut Johannettental im kommenden Jahr mit dem Bau einer neuen Werkstatt für behinderte Menschen begonnen werden kann. Der LWL bewilligte die Förderung von 36 Plätzen für anerkannt schwerstbehinderte Erwachsene. In drei Monaten muss die Planung für dieses Gebäude vorliegen. Das weitere Verfahren erstreckt sich dann bis Dezember, so dass aus heutiger Sicht im Januar 2013 der erste Spatenstich erfolgen kann.
Im Frühjahr soll es auch mit dem Bau der neuen Wohnstätte an der Heidentalstraße in Hiddesen vorangehen. Nach dem Abriss von "Haus Sauerländer" und einer langen Wartezeit auf eine Finanzierungszusage durch die Stiftung Wohlfahrtspflege hatten kurz vor Weihnachten die ersten Neubauarbeiten begonnen. Voraussichtlich im Herbst 2013 werden 24 Personen mit geistiger und autistischer Behinderung in dem Haus eine neue Heimat finden. Das Projekt wird von der Lebenshilfe Detmold gemeinsam mit dem Verein „Autismus OWL“ realisiert.
Der Neubau in Hiddesen schafft übrigens keine zusätzlichen Plätze für die Lebenshilfe Detmold, da die alte Wohnstätte zuvor weichen musste.
Der LWL betonte gerade in jüngster Zeit sogar noch, dass er an seiner Marschroute festhalten werde, keine neuen Wohnstättenplätze in Lippe mehr zu genehmigen. Er argumentiert, dass es im Kreisgebiet mehr Plätze für stationäres Wohnen gebe als erforderlich. Aus Sicht des LWL müssten sogar Wohnstättenplätze abgebaut werden. Damit schwinden Hoffnungen der Lebenshilfe auf weitere Bauprojekte in den nächsten Jahren, um die spürbare Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Räumlichkeiten für Menschen mit Behinderung decken zu können.